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Projekt PPC

Das Projekt PPC („Positiv Peer Culture“) im Hafthaus E1 ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Christlichen Jugenddorf Deutschlands (CJD) Creglingen und der JVA Adelsheim. Eine umfassende finanzielle Förderung der Baden-Württemberg Stiftung ermöglicht die Umsetzung.

In einem dreijährigen Modellprojekt werden durch eine intensive Betreuung der jungen Gefangenen und durch eine wertschätzende Haltung ein konfliktärmeres Zusammenleben der Gefangenen gefördert und soziales Lernen in der Gruppe unterstützt.

Ausgangspunkt des zugrundeliegenden pädagogischen Ansatzes ist die Erkenntnis, dass die Gruppe der Gleichaltrigen einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Jugendlichen hat. Die Jugendlichen sollen lernen, sich gegenseitig bei der Bewältigung ihrer Probleme und Schwierigkeiten zu unterstützen und füreinander da zu sein. Die Hauptaufgabe der Betreuer/innen besteht darin, die Jugendlichen dabei zu unterstützen, ein positives, von Vertrauen geprägtes Gruppenklima aufzubauen, den Grundsatz der Fürsorge und Unterstützung selbst vorzuleben und einzufordern.

Die Gefangenen sind in zwei Wohngruppen mit je max. 12 Plätzen untergebracht und werden von insgesamt 11,5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (8 Allgemeiner Vollzugsdienst, 2 Gruppenprozess-Verantwortliche, 1 Sozialarbeiterin, ½ Psychologe) betreut. Vormittags sind die Jugendlichen in der Schule oder Ausbildung. Für die frei planbare Zeit am Nachmittag und Abend wird unter Einbeziehung der Jugendlichen und unter Berücksichtigung ihrer Interessen ein Wochenplan mit verschiedenen Aktivitäten und Freizeitangeboten (z. B. Sport, Spieleabend, Kochen) erstellt. Dreimal in der Woche findet ein verpflichtendes Meeting der Jugendlichen und Beschäftigten statt, in denen über das Verhalten der Jugendlichen im Projektalltag gesprochen und gegenseitige Rückmeldung gegeben wird. Des Weiteren können die Jugendlichen Ideen und Veränderungsvorschläge einbringen und Gruppenaktivitäten planen. Zum Einüben von Verantwortung können sich die Jugendlichen auf verschiedene „Ämter“ bewerben wie z. B. das Amt des Stockwerksprechers, das Amt des Küchenverantwortlichen, das Amt des Protokollanten im Meeting etc. Alle vier bis fünf Wochen erhält jeder Jugendliche eine Rückmeldung der Mitarbeiter/innen über sein Verhalten (Feedbackgespräch).

 

 

 

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